Arbeitgeberzuschüsse zur Kinderbetreuung

Aktuelles von RSM

Häufig möchten Arbeitgeber ihre Arbeit­nehmer bei der Kinderbetreuung unter­stützen, damit diese mehr Stunden arbeiten können. Solche Zuschüsse sind bei Ein­haltung gewisser Voraussetzungen sogar in unbegrenzter Höhe steuer-­ und sozial­ versicherungsfrei.

Begünstigt sind die Unterbringung und Betreuung einschließ­lich Verpflegung, nicht aber der Transport zur Einrichtung oder zum Unterricht. Zudem müssen die Leistungen von Kinder­gärten, Tagesstätten, Krippen oder exter­nen Pflegepersonen erbracht werden. Die Betreuung zu Hause durch Babysitter oder Angehörige ist nicht enthalten, auch dürfen die Kinder noch nicht eingeschult sein.

Die Steuerfreiheit des Zuschusses bedingt, dass er zusätzlich zum ohnehin geschul­deten Arbeitslohn gezahlt wird. Eine An­rechnung auf freiwillige Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld ist möglich, nicht jedoch die Leistung durch Gehaltsumwand­lung, also der Verzicht auf arbeitsrechtlich geschuldeten Lohn, der dann in einen Kinderbetreuungszuschuss umgewandelt wird.

Daneben gibt es die Möglichkeit des Sonderausgabenabzugs für Kosten bei Kindern, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, bzw. ohne Altersbegren­ zung bei Kindern, bei denen bis zum
25. Lebensjahr eine Behinderung einge­treten ist. Als Sonderausgaben können zwei Drittel der Kosten, maximal 4.000 €, angesetzt werden. Es ist nur die reine Be­ reuungsleistung begünstigt, nicht z.B. Verpflegung, Instrumentalunterricht oder sportliche Aktivitäten. Als Nachweis sind eine Rechnung und die unbare Bezahlung nötig. Haben die Eltern steuerfreie Arbeit­geberzuschüsse erhalten, vermindert sich der Sonderausgabenabzug um diese.

Für Notsituationen gibt es außerdem zusätzlich zum Lohn gezahlte steuerfreie Zuschüsse bis 600 € pro Jahr für die kurz­fristige Betreuung von Kindern bis 14 Jahren und von Kindern, deren Behinderung vor Vollendung des 25. Lebensjahres einge­ treten ist, wenn die Betreuung aus zwingenden und beruflich veranlassten Gründen notwendig ist, auch wenn sie im privaten Haushalt stattfindet.

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