Der Soli bleibt Gesprächsthema

Aufgrund des Gesetzes zur Rückführung des Solidaritätszuschlags aus dem Jahr 1995 werden im Jahr 2022 noch rund 2,5 Millionen Steuerpflichtige mit dem Soli zur Einkommensteuer belastet sein, die meisten davon aufgrund von Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit (1,9 Millionen).

Der Soli bleibt Gesprächsthema

Die durch den Solidaritätszuschlag (Soli) erzielten Steuereinnahmen betrugen im Jahr 2020 18,7 Milliarden Euro und im Jahr 2021 11 Milliarden Euro, erklärt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Große Anfrage der CDU/CSU-Fraktion.

Auch Anleger sind betroffen

Trotz des Gesetzes zur Rückführung des Solidaritätszuschlages müssen auch Kleinanleger und Sparer den Zuschlag zahlen, obwohl dieser bei entsprechenden Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit nicht hätte bezahlt werden müssen. Wie die Bundesregierung erläutert, haben Banken keine Kenntnis über die Höhe des zu versteuernden Einkommens ihrer Kunden. Daher würden die Banken in jedem Fall die Abgeltungssteuer inklusive Solidaritätszuschlag von ihren Kunden einbehalten, wenn die Kapitalerträge den Sparerpauschbetrag übersteigen. Eine Überprüfung und Erstattung des gegebenenfalls zu viel einbehaltenen Solidaritätszuschlags sei jedoch mit der Durchführung der Einkommensteuerveranlagung und der Günstigerprüfung möglich.

Neuerung ab Bemessungszeitraum 2021

Ab Januar 2021 ist der Solidaritätszuschlag für fast alle abgeschafft: Für rund 90 % derer, die ihn bisher auf ihre Lohn- oder Einkommensteuer zahlen, fällt er vollständig weg. Für weitere rund 6,5 % entfällt der Zuschlag in Teilen. Im Ergebnis werden damit rund 96,5 % der Zahlenden ab dem 01.01.2021 finanziell bessergestellt. Das stärkt kleinere und mittlere Einkommen, ihnen bleibt insgesamt mehr.

Hinweis: Die Freigrenze nach § 3 Abs. 3 Solidaritätszuschlaggesetz 1995 gilt übrigens nur für die Einkommensteuer. Für die der Körperschaftsteuer unterliegenden juristischen Personen hat sich nichts geändert. Es gibt somit grundsätzlich keine juristischen Personen, die keinen Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftssteuer zahlen. Davon betroffen sind vor allem GmbHs.

Zurück
Internet Explorer 11 wird nicht unterstützt.

Wir haben festgestellt, dass Sie einen veralteten Browser verwenden. Wir empfehlen Ihnen, einen aktuellen Browser zu nutzen, um Ihre Sicherheit zu erhöhen und alle Funktionalitäten der RSM-Website nutzen zu können.

Wir empfehlen die folgenden Browser: