Kürzere Nutzungsdauer von Computern und Software

Die Finanzverwaltung ändert ihre Auffassung zur Nutzungsdauer von Computern und Software. Die bisher in der AfA-Tabelle für allgemeine Anlagegüter enthaltene Nutzungsdauer von drei Jahren wird auf ein Jahr herabgesetzt.

Kürzere Nutzungsdauer von Computern und Software

Den Kernbereich der Digitalisierung bilden die Computerhardware (einschließlich der dazu gehörenden Peripheriegeräte) sowie die für die Dateneingabe und -verarbeitung erforderliche Betriebs- und Anwendersoftware. Diese Wirtschaftsgüter unterliegen aufgrund des raschen technischen Fortschritts einem immer schnelleren Wandel.

BMF verkürzt Nutzungsdauer auf ein Jahr

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die der Abschreibung nach § 7 EStG zugrunde zu legen ist, wurde für diese Wirtschaftsgüter allerdings seit rund 20 Jahren nicht mehr geprüft und bedurfte deshalb einer Anpassung an die geänderten tatsächlichen Verhältnisse. Mit BMF-Schreiben vom 26.02.2021 hat das BMF die Nutzungsdauer auf ein Jahr verkürzt.

Ab wann gilt die Neuregelung?

Die verkürzte Nutzungsdauer findet erstmals Anwendung in Gewinnermittlungen für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2020 enden. Eine Anwendung ist dann auch bei Wirtschaftsgütern möglich, die bereits in früheren Wirtschaftsjahren angeschafft oder hergestellt wurden und bei denen eine andere als die einjährige Nutzungsdauer zugrunde gelegt wurde.

Praxishinweis: Bisher konnten Computer & Co. nur dann sofort abgesetzt werden, wenn sie maximal 800 Euro netto kosteten. Für teurere Geräte galt die Absetzung für Abnutzung (Afa). Restbuchwerte aus den Vorjahren können jetzt im Veranlagungszeitraum 2021 vollständig steuerlich abgeschrieben werden.

Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag “BMF verkürzt Nutzungsdauer für digitale Wirtschaftsgüter”

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