Unternehmerischer Fortschritt auf internationaler Ebene

Spanien erzielt gute Umfragewerte - RSM hat insgesamt 410 Wirtschaftsprüfer und Steuerberater des RSM-Netzwerks und 291 Unternehmer aus mehreren Ländern, darunter neun europäische Länder, gebeten, die Strategie der Unternehmen, die Mentalität der Führungskräfte, das Unternehmensklima im Inland und wichtige makroökonomische Variablen einzuschätzen. Die Umfrage für den "RSM Unternehmer Report" fand im Juli und August 2015 statt.

Spanien konnte wesentliche Verbesserungen in der Unternehmenskultur verzeichnen, obwohl der absolute Wert immer noch unter dem Durchschnitt liegt. Im Vorjahr belegte Spanien noch eine niedrigere Position. Seitdem ist die Verfügbarkeit von Fachkräften und die Bereitschaft ausländische Mitarbeiter zu beschäftigen, gestiegen. Die Unterstützung des Unternehmertums durch Schulen, Universitäten und Politik sowie die Reputation der Unternehmer in der Gesellschaft ist laut der spanischen RSM-Experten seit dem vergangenen Jahr ebenfalls besser geworden. Die Unternehmenskultur ist wichtig, um die Wirtschaft, den Arbeitsprozess und das Geschäftsklima zu verbessern. Die Unternehmenskultur fasst die politischen, unternehmerischen und gesellschaftlichen Bedingungen, um ein Unternehmen zu gründen oder zu führen, in einer Variable zusammen.

Unter den betrachteten Ländern ist Norwegen in Bezug auf die Unternehmenskultur führend, gefolgt von den Niederlanden, Großbritannien und Australien. Das skandinavische Land weist im Vergleich zum Vorjahr deutliche Verbesserungen in der Beschäftigung von Arbeitnehmern, im Finanzwesen und in der Politik auf. Unternehmen investieren in Bildung, flexible Arbeitszeiten und Halbtagslösungen.

Wirtschaftlich wachstumsstarke Länder sind Großbritannien, die Niederlande und Spanien. Auch hier wird Spanien die höchste Wachstumsrate aller befragten Ländern erreichen. Im Vergleich zu 2015 wird sich das Wirtschaftswachstum 2016 beschleunigen. Bewertet nach dem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes folgen Großbritannien und die Niederlande. Unternehmen in diesen Ländern genießen eine ausgesprochen gute Reputation.

Die RSM-Experten in Australien erwarten einen Anstieg des BIP von mehr als zwei Prozent in 2015 und 2016, obwohl die wirtschaftliche Dynamik nachgelassen hat. Australien ist mit Deutschland das einzige Land, in dem die Dynamik des BIP-Wachstum nachlässt. Dennoch ist die deutsche Volkswirtschaft stabil, was mit einer hohen Anzahl an Unternehmen zusammenhängt. Diese liegt bei 3,6 Millionen, davon sind 99 Prozent kleine oder mittelgroße Unternehmen. Genauso wie Belgien, Frankreich und Portugal werden Deutschland und Australien als stabile oder stabilisierte Länder eingeschätzt. Die dort erwartete Wachstumsrate reicht von 1,4 bis 1,7 Prozent.

Im Vergleich zu stabilen oder stabilisierten Ländern sind Brasilien, Norwegen und Australien besorgniserregende Länder. Brasilien befindet sich beinahe in einer Rezession, wird sich 2016 aber erholen. Norwegen befürchtet einen weiteren Rückgang von Ölpreisen, obwohl das BIP-Wachstum bescheiden sein könnte. Das Gleiche gilt für Australien: Trotz des Rückgangs der Bergbauindustrie wächst die Wirtschaft. Australien scheint sich in einem Standby-Modus zu befinden, in der Hoffnung auf eine Abwertung des Australischen Dollars oder der Verbesserung der Unternehmenskultur und der Entwicklung von adäquaten Strategien. Parallel wurde eine Umfrage unter den Unternehmern durchgeführt, deren Bewertung mit der der RSM-Experten übereinstimmt.

Ein Grund für wirtschaftliches Wachstum könnte die Mentalität der Führungskräfte sein. Diese spiegelt sich in ihrer Proaktivität bei der Einführung neuer Dienstleistungen, Produkte oder Prozesse wider. Auf diese Weise reagieren die Führungskräfte aktiv oder passiv auf die Handlungen anderer Unternehmen auf dem Markt. Letztlich äußert sich in der Proaktivität die risikofreundliche oder risikoscheue Haltung. Führungskräfte in Großbritannien zeigen zum Beispiel das höchste Maß an Proaktivität von allen Ländern. Verglichen mit dem Länderdurchschnitt sind sie risikobewusster. Im Gegensatz zu den anderen, vor allem europäischen, Ländern initiieren sie lieber proaktive Aktionen, auf die andere Wettbewerber reagieren müssen. Unternehmer aus Großbritannien führen daher oft neue Produkte, Dienstleistungen und Prozesse ein.

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