Steuerliche Hilfen

UPDATE: Aktualisiert am 07.05.2020

Steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen sowie Maßnahmen im Bereich der Sozialversicherung

  • Finanzbehörden wurde es deutlich erleichtert, Stundungen von Steuerschulden zu gewähren. Insgesamt soll Unternehmen die Möglichkeit von Steuerstundungen in Milliardenhöhe gewährt werden. Die hierfür erforderliche Abstimmung mit den Ländern darüber wurde durch das Bundesfinanzministerium bereits abgeschlossen. Stundungsfähige Steuern sind hierbei insbesondere Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer sowie die Umsatzsteuer. Ausdrücklich von der Stundung ausgeschlossen sind weiterhin einbehaltene Lohnsteuerabzugsbeträge. Hier kommt lediglich ein Antrag auf Aufschub der Vollstreckung in Betracht.
  • Weitgehender Verzicht der Finanzverwaltung auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge bis Ende 2020, soweit Unternehmen unmittelbar vom Coronavirus betroffen sind. Dies ist insbesondere auch für die nicht stundungsfähigen Lohnsteuerabzugsbeträge relevant.
  • Vereinfachung der Möglichkeit zur Senkung von Steuer-Vorauszahlungen. Dies ist auch rückwirkend für bereits in 2020 geleistete Vorauszahlungen möglich.
  • Einführung einer pauschalierten Herabsetzung bereits geleisteter Vorauszahlungen für 2019 durch einen pauschal ermittelten Verlustrücktrag aus 2020.
  • Bei den Steuern, welche von der Zollverwaltung verwaltet werden (z. B. Energiesteuer und Luftverkehrssteuer), soll die Generalzolldirektion angewiesen worden sein, den Steuerpflichtigen unbürokratisch entgegenzukommen. Gleiches gilt für das Bundeszentralamt für Steuern, das z. B. für die Versicherungssteuer zuständig ist und entsprechend verfahren soll.
  • Fristverlängerung für die Abgabe von Steuererklärungen 2018 durch Angehörige der steuerberatenden Berufe vom 28. Februar 2020 bis nunmehr zum 31. Mai 2020. Eventuell bereits festgesetzte Verspätungszuschläge sollen auf Antrag erlassen werden.
  • Zwischenzeitlich wurde eine Verlängerung der Erklärungsfristen für vierteljährliche und monatliche Lohnsteueranmeldung während der Corona-Krise beschlossen. Diese beträgt maximal 2 Monate und soll auf Antrag denjenigen Unternehmen gewährt werden, in denen die eigene Lohnabteilung oder der hiermit Beauftragte nachweislich unverschuldet die Anmeldungen nicht pünktlich übertragen kann.
  • Auf Antrag zinslose Stundung der Sozialversicherungsbeiträge der Monate März 2020 und April 2020 unter der Voraussetzung, dass durch die Corona-Krise eine finanzielle Notlage eingetreten ist und alle weiteren Hilfemaßnahmen wie die Einführung von Kurzarbeit sowie die Inanspruchnahme weiterer finanzieller Hilfen, ausgenutzt wurden. Zu beachten sind hierbei allerdings auch Haftungsrisiken des Geschäftsführers in Insolvenzfällen, in denen gestundete Sozialversicherungsbeiträge nicht mehr entrichtet werden können.

Das Bundesministerium für Finanzen hat zudem unter anderem mit Datum vom 19. März 2020, 09. April 2020, 23. April 2020 und 24. April 2020 diverse Schreiben veröffentlicht, um den Geschädigten durch steuerliche Maßnahmen zur Vermeidung unbilliger Härten entgegenzukommen. Die Schreiben können Sie hier herunterladen:

Bitte zögern Sie nicht, uns bei Fragen im Zusammenhang mit den obenstehenden Punkten jederzeit anzusprechen.

Ansprechpartner

Steuerliche Liquiditätshilfen und Kurzarbeitergeld

Telefon: +49 69 170000-931
E-Mail: oliver.sieg[at]rsm.de

Liquiditätshilfen sowie Insolvenz

Telefon: +49 2151 509-103
E-Mail: markus.mehring[at]rsm.de

Telefon: +49 2151 509-228
E-Mail: matthias.beckschaefer[at]rsm.de

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