Energiepreispauschale: Berücksichtigung in der Lohnabrechnung

Allen einkommensteuerpflichtigen Erwerbstätigen wird einmalig eine (steuerpflichtige) Energiepreispauschale (EPP) von 300 € gewährt. Anspruchsberechtigt sind einerseits Steuerpflichtige mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland, die Lohneinkünfte aus einem gegenwärtigen Dienstverhältnis beziehen und in die Steuerklassen I bis V eingereiht sind oder als geringfügig Beschäftigte pauschal besteuert (Minijob) werden.

Dies umfasst z. B. auch Arbeitnehmer in der passiven Phase der Altersteilzeit, Personen, die ausschließlich steuerfreien Arbeitslohn beziehen (z. B. ehrenamtlich tätige Übungsleiter oder Betreuer) oder Arbeitnehmer mit einem aktiven Dienstverhältnis, die Lohnersatzleistungen beziehen (z. B. Krankengeld, Elterngeld). Ein Minijobber muss gegenüber dem Arbeitgeber schriftlich bestätigen, dass es sich bei dem Minijob um das erste Dienstverhältnis handelt.


Begünstigt sind ebenso Steuerpflichtige mit Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, aus Gewerbebetrieb und/oder aus selbständiger Tätigkeit. Die angesprochene Einkunftsquelle muss im Jahr 2022 bestanden haben. Die Tätigkeit muss weder zu einem bestimmten Zeitpunkt noch für eine Mindestdauer ausgeübt werden. Nicht begünstigt sind Steuerpflichtige, die ausschließlich eine Rente beziehen oder ausschließlich Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung oder aus Kapitalvermögen erzielen.


Die EPP wird im Einkommensteuerbescheid für das Jahr 2022 durch das Finanzamt festgesetzt und bedarf keinerlei Erklärungen des Steuerpflichtigen. Die Auszahlung an Arbeitnehmer erfolgt allerdings bereits mit der Lohnabrechnung für September, soweit der Steuerpflichtige am 1. September 2022 in einem gegenwärtigen Dienstverhältnis steht und in die Steuerklassen I bis V eingereiht ist oder als geringfügig Beschäftigter pauschal besteuert wird (Minijob). Auch in den Fällen des Bezugs von Lohnersatzleistungen, die zum Bezug der EPP berechtigen (z. B. Krankengeld, Elterngeld, Kurzarbeitergeld), hat der Arbeitgeber die EPP an den Arbeitnehmer auszuzahlen. Arbeitnehmer, die sich am 1. September 2022 in keinem Arbeitsverhältnis befinden, müssen die EPP mittels Einkommensteuererklärung für 2022 geltend machen.


Die EPP wird in der Lohnabrechnung September als sonstiger Bezug erfasst und ist in der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung mit dem Großbuchstaben E anzugeben. Die EPP ist selbst steuerpflichtiger Arbeitslohn, so dass hierauf Lohnsteuer anfällt. Sie unterliegt dagegen nicht der Sozialversicherung. Der Arbeitgeber hat jedoch die EPP nicht zu tragen. Die insgesamt an die Arbeitnehmer auszuzahlende EPP wird durch den Arbeitgeber der abzuführenden Lohnsteuer für den Monat August 2022 entnommen. Die Anzahl der Arbeitnehmer orientiert sich an der des 1. Setember 2022.


Erfolgt die Lohnsteueranmeldung für das Quartal, ist die EPP der Lohnsteueranmeldung für das dritte Quartal 2022 zu entnehmen. Diese ist zum 10. Oktober 2022 zu übertragen. Damit der Arbeitgeber in Bezug auf die EPP nicht in Vorleistung treten muss, kann die EPP auch im Oktober 2022 ausgezahlt werden. Bei Lohnsteuer-Jahresanmeldung gilt: Bei Auszahlung der EPP im September 2022 erfolgt eine Refinanzierung erst durch Abgabe der Jahresanmeldung zum 10. Januar 2023. Um eine Vorfinanzierung durch den Arbeitgeber zu verhindern, kann dieser auf die Auszahlung durch ihn verzichten. Dann müssten die Arbeitnehmer eine Einkommensteuererklärung abgeben, damit im Rahmen der Veranlagung die EPP ausgezahlt wird.


Hinweis: Dieser Beitrag ist in unserer Mandantenzeitschrift moneo 4/2022 erschienen

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