Das Bundeswirtschafts- und das Bundesfinanzministerium haben ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgestellt, mit dem Unternehmen unterstützt werden sollen, die von den Sanktionen oder dem Kriegsgeschehen betroffen sind.
In der aktuellen Situation geht es für Unternehmen vor allem darum, kurzfristig Liquidität sicherzustellen. Die Bundesregierung unterstützt deshalb Unternehmen und Branchen primär mit Liquiditätshilfen. Diese umfassen:
Grundlage für die Hilfen ist das Temporary Crisis Framework der Europäischen Kommission für Beihilfemaßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft im Zuge des Ukraine-Kriegs. Die beschlossenen Maßnahmen stehen noch unter dem Vorbehalt der beihilferechtlichen Prüfung und gegebenenfalls auch der Genehmigung der EU-Kommission.
Geplant ist ein Förderprogramm mit zwei Programmkomponenten. Zum einen sollen Kredite im standardisierten Durchleitgeschäft über Hausbanken bis zu einem Kreditvolumen von 100 Mio. Euro ermöglicht werden. Die Hausbanken werden dabei weitgehend von der Haftung freigestellt. Zum anderen soll individuelle, großvolumige Konsortialfinanzierungen geben.
Zugangsvoraussetzung zu den Programmen ist jeweils eine nachgewiesene Betroffenheit, die aus den Sanktionen gegenüber Russland und Belarus oder den Kriegshandlungen in der Ukraine resultieren. In Betracht kommen dabei
Einzelne, bereits während der Corona-Pandemie eingeführte Erweiterungen bei den Bund-Länder-Bürgschaftsprogrammen sollen für von dem Ukraine-Krieg nachweislich betroffene Unternehmen fortgesetzt werden. Dies betrifft sowohl die Bürgschaftsbanken als auch das Großbürgschaftsprogramm.
Bei den Bürgschaftsbanken wird der Bürgschaftshöchstbetrag von 1,25 auf 2,5 Mio. Euro verdoppelt. Das Großbürgschaftsprogramm wird ab einem Bürgschaftsbetrag von 50 Mio. Euro auch für Bürgschaften an Unternehmen außerhalb strukturschwacher Regionen für vom Ukraine-Krieg betroffene Unternehmen geöffnet. Die Bürgschaftsquote, die in der Regel bei 80% liegt, kann in Einzelfällen auf maximal 90 % angehoben werden.
Es gilt darüber hinaus, Vorsorge zu treffen für den Fall, dass sich die wirtschaftliche Lage der Unternehmen verschlechtert. Um für ein solches Szenario gewappnet zu sein und dann besondere Härten zielgerichtet abfedern und existenzbedrohende Situationen für einzelne Unternehmen vermeiden zu können, bereitet die Bundesregierung ergänzende Maßnahmen vor:
Das KfW-Kreditprogramm und das Bürgschaftsprogramme werden zuerst starten können, die anderen Instrumente folgen danach.
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